Trauer ist ein Schmerz, der nicht vermittelbar ist. Doch dieser Schmerz ist heilbar, wenn er gespürt und zugelassen wird, ihm ein Ort zugestanden wird, an dem sich die Hinterbliebenen ganz ihrer Trauer hingeben können.

Leider fällt das traditionelle Grab immer mehr der Schnelllebigkeit des Modernen zum Opfer, immer öfter sind anonyme oder halbanonyme Grabstätten zu finden, die weder eine angemessene letzte Ruhestätte darstellen, noch den Hinterbliebenen der Verarbeitung des Verlustes eines geliebten Menschen dienen.

Doch es geht anders. „Unsere Grabmale sind individuell gestaltet, personenbezogen und sie erlauben eine entsprechende Trauerkultur“. Für mich als  Steinmetz- und Steinbildhauermeister in vierter Generation ist das Grabmal mehr als ein Stein auf einem Grab, für uns ist es das soziale Bindungselement zwischen dem Verstorbenen und seinen Hinterbliebenen, ein Denkmal. „Uns geht es um den Menschen, um etwas Bleibendes und um seine Kultur“. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten eines Grabmals ermöglichen emotionale Bezüge, die wir in zahlreichen Gesprächen mit den Trauernden herauszufinden und umzusetzen versuchen.

Das gemeinsame Gestalten der Grabanlage  ist auch immer Trauerarbeit und unterstreicht den psychologischen Wert eines individuellen Grabmals.